In Kürze: Neue Selbsthilfegruppe für Suchterkrankte und Angehörige in Steyerberg

Der Gruppengründer möchte eine strukturierte Selbsthilfegruppe gründen, in der es Menschen gibt mit echtem Interesse aneinander und am Reflektieren ihres eigenen Handelns.

Verschwiegenheit und Vertrauen seien die Basis dafür, offen von sich, seinen Empfindungen und Erfahrungen zu sprechen. „Man muss sich auf einander verlassen können, es braucht ein verlässliches Miteinander!“, so fasst es der Initiator zusammen.

In einer Blitzlicht Runde sollen aktuelle Themen zur Sprache kommen können und die Gruppe entscheidet bei jedem Treffen gemeinsam, welche Themen bearbeitet werden. Es soll keine Caférunde sein. Das Thema Rückfall hält der bereits Selbsthilfe Erfahrene für extrem wichtig, denn gerade in einer solchen Krise ist (Rück-) Halt durch eine Gruppe besonders wichtig. Es soll aufgezeigt werden, wo Gefahren lauern, was man machen kann um entweder trocken zu bleiben oder sich nach einem Rückfall wieder zu stabilisieren. Es soll niemand ausgeschlossen werden – auch wenn wer vorübergehend „komisch tickt“ und ein Umgang nicht immer leicht handhabbar ist: solange nicht die Gruppe gesprengt wird, ist alles gut! Menschen mit und ohne Therapieerfahrung sind herzlich willkommen. Auch Angehörige könnten Teil der Gruppe werden, wenn sich die Betroffenen ihnen öffnen wollen.

Es darf sich auch gern um Beziehungen/ Partnerschaften drehen, denn die sind durch den oft jahrelangen Alkoholmissbrauch erschüttert. Der Kreislauf von Agieren, Reagieren, sich „einigeln“, Wutausbrüchen, Reuebekundungen, Selbstwertverlust, Beziehungsabbrüchen, Hilflosigkeit, Hoffnung, Versprechen, nie wieder zu trinken uvm. soll erkannt werden. Diese Beziehungsdynamiken zu verstehen, ist ein wichtiger Baustein um trocken zu bleiben.

Die Entscheidung, vom Alkohol abzuschwören, einen Entzug zu meistern und dann mit Hilfe von stationärer bzw. ambulanter Therapie die Verantwortung für sein Leben wieder zu übernehmen, bringt Paare / Freundschaften auch oft ins Wanken. Alt gewohnte Muster greifen nicht mehr. „Es ist ein sehr harter, aber guter, befreiender Weg!“ beschreibt ihn der Initiator der neuen Gruppe. Er ist sehr dankbar, ihn gegangen zu sein und ist noch nicht am Ende seines Weges. Das Gute  an seiner Erfahrung ist vor allem, dass seine Familie zu ihm gehalten und sich nicht von ihm abgewendet hat. Er geht gestärkt daraus hervor und freut sich, nun anderen Hilfestellungen anbieten und auch weiterhin von anderen lernen zu können.

Das erste Treffen der Selbsthilfegruppe „Freundeskreis Steyerberg“ findet statt

am: 12.02.2019

um: 19:30 Uhr

im: Gemeindehaus Rießen der Evangelischen Kirche, Rießen 1, 31595 Steyerberg

Die Gruppe soll künftig wöchentlich an einem Dienstagabend um 19:30 Uhr in Steyerberg stattfinden.

Wer Interesse hat, dabei zu sein, kann sich gern bei der KIBIS des Paritätischen Nienburg melden unter 05021 9224-15 oder selbsthilfe.nienburg@paritaetischer.de


Betroffenen / Angehörigengruppe von jungen Erwachsenen mit chronischen/ seltenen Erkrankungen

Chronische/ seltene Erkrankungen bei jungen Erwachsenen:

Die Mutter eines 17 jährigen Mädchens kommt in unsere Beratungsstelle und erzählt von der nunmehr drei Jahre anhaltenden Krankheit ihrer Tochter, die mit einer Meningoenzephalitis(Hirn-und Gehirnhautentzündung) begann.

Nach anfänglicher Besserung der Erkrankung folgten ein paar Monate später bei ihrer Tochter epileptische Anfälle und starke Wesensveränderungen.

Diagnostiziert wurde dann eine ADEM und zusätzlich eine NMDA Enzephalitis.Beides sind Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wobei Antikörper Entzündungen im Gehirn auslösen.

In den drei Jahren gab es ein auf und ab, von „Ihre Tochter ist geheilt“ bis hin zu „Es tut uns leid ihnen sagen zu müssen, die Krankheit ist zurück und wird vermutlich chronisch bleiben“

Auf diesem Wege sucht die Mutter für ihre Tochter Gleich betroffene im Alter von 17-30 Jahre, die ein ähnliches Krankheitsbild haben oder eben an seltenen, bzw. chronischen Erkrankungen leiden mit denen sich ihre Tochter einmal im Monat austauschen kann. Denn es gibt viele Fragen und Unsicherheiten im Leben, die einem auch der beste Arzt oder Psychologe nicht beantworten kann.

Folgende Fragen könnten in der Gruppe erörtert werden:

Wie klappt es in der Schule, wie mit oder ohne einen Ausbildungsplatz?

Wie geht der Freund/ die Freundin mit der Erkrankung um?

Wie kann ein Familienleben gelingen, in der die Chronische Erkrankung permanent wie ein Damokles Schwert über allem schwebt?

 

Parallel zu der Jugendgruppe könnten die Eltern bzw. Bezugspersonen von chronisch Erkrankten Kindern und Jugendlichen in den Austausch gehen:

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Fachärzten, die Krankenkassen gemacht?

Wie setzt Ihr das durch, was Euer Kind braucht?

Wie erkennt Ihr, was genau Euer erkranktes Kind braucht?

Wie bewältigt Ihr das alltägliche Leben mit chronischen Erkrankungen – Unterstützungsleistung wie Beförderungsdienst usw….

Wenn Sie als selbst betroffener Mensch Interesse auf Horizonterweiterung, Erleichterung und Mutmachen hast, melde Dich gern!

Für Sie als Angehörige könnte eine solche Gruppe auch eine Möglichkeit sein, Zuspruch, neue Impulse und Kraft zu bekommen.

Wenden Sie sich gern an die KIBIS des Paritätischen Nienburg, Tel 05021 9735-25 oder selbsthilfe.nienburg@paritaetischer.de.

Neue Selbsthilfegruppe: Borderliner

Wenn Menschen, die im Heidekreis, Landkreis Nienburg oder Verden aus einer Reha mit der Diagnose „Borderline“ kommen, stehen sie danach oft ohne Unterstützung da und sind auf sich alleine gestellt.
Die Gründerin der neuen Gruppe Borderliner ist alleinerziehend, hat ein fünf jährige Tochter und mit Süchten, Schlafstörungen und mit Nähe und Distanz ihren Mitmenschen gegenüber Probleme.
Die Zeit in der Reha hatte sie gestärkt, der feste Tagesablauf war gut für sie. Doch nun „geht der Kreislauf wieder von vorne los“… Um dem Einhalt zu gebieten, dass z.B. das selbstverletzende Verhalten wieder beginnt, möchte sie in Nienburg eine Borderline Selbsthilfegruppe ins Leben rufen, die sich wöchentlich abends trifft.
Themen sollen sein: Beziehungen, Alltagsstruktur, Skills (Alltagskompetenz-) Training, traumatische Erfahrungen, Umgang mit inneren Spannungszuständen (was kann man tun, um innerlich ruhiger/ gelassener zu werden?), selbstverletzendes Verhalten (Ritzen, Esssucht, Drogen-, Kaufsucht, Redbull-Sucht) und berufliche Orientierung (wieder erlernen, zu spüren und zu wissen, was man wie will).
Wollen Sie gegenseitige Unterstützung und Ermutigung erfahren? Dann trauen Sie sich auch raus aus Ihrem Hamsterrad und teilen sich anderen mit! Anmeldungen über die KIBIS, 05021 9735-25/ E-Mail selbsthilfe.nienburg@paritaetischer.de

Neu! Verwitwete treffen sich

Es ist eine neue Selbsthilfegruppe von und für Verwitwete Menschen 55+ entstanden. Der Gruppenstart war erfolgreich am 29.9.2018.


Aufgrund zuvieler Interessierte haben wir für Sie eine Warteliste angelegt, auf die Sie sich setzen lassen können. Bitte erfragen Sie weitere Details bei der KIBIS. 

 

 

Gesundheitsregion Diepholz/ Nienburg - die KIBIS ist aktiv mit dabei!

Selbsthilfe ist wirksam, denn schon der Umstand, mit seinem Anliegen nicht allein zu sein, Gehör zu finden und sich mit Gleichbetroffenen auszutauschen, stärkt.

Zusammen kann man oft mehr bewegen und besser verstehen, weil man durch die Perspektivwechsel plötzlich neue (Lebens-) Wege erkennt.

Nutzen Sie die Chance und überzeugen Sie sich von unserer Selbsthilfearbeit im Landkreis Nienburg! Wenn Sie Interesse haben, dass wir in Ihrer Einrichtung/ Organisation das Themengebiet SELBSTHILFE vorstellen, melden Sie sich gern bei uns!

 

 

Plötzlich Pflegende/r Angehörige/r?

Demenz, ein Unfall, ein Schlaganfall oder eine chronische Krankheit…

Plötzlich ist alles anders!

Mit der Pflege eines hilfebedürftigen Familienmitgliedes ändert sich häufig auch das Leben der Pflegenden komplett.

Im „Gesprächskreis für Pflegende Angehörige“ – einem Angebot des Paritätischen Nienburg – geben wir Ihnen Tipps an die Hand, mit denen sich die Hürden zwischen Fürsorge und Überforderung besser meistern lassen.

Der Gesprächskreis für Pflegende Angehörige trifft sich an jedem 1. Dienstag im Monat in der Zeit von 19:00 bis 20:30 Uhr im Pari-Café, Prinzenstraße 1A, 31582 Nienburg und bietet Ihnen Informationen, Raum, Zeit und ein offenes Ohr. Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf!

Tel.: 05021 9745-26 (Elke Heidorn)
Tel.: 04254 802155 (Ilona Hilsmann)

Wichtiges auf einen Blick finden Sie in unserem flyer:

Pflegende Männer

Männer, die ihre Partnerinnen Zuhause pflegen, sind herzlich willkommen zu den Gruppentreffen, die an jedem zweiten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr in der Ziegelkampstrasse 20, Nienburg stattfinden.

In dieser Zeit hat in den Räumen der Alzheimer Gesellschaft auch das Gedächtniscafé geöffnet, damit die Männer ihre Angehörigen gut betreut wissen.

Anfragen richten Sie bitte an die Alzheimer Gesellschaft unter Tel.: 05021 - 903 41 81.

Den Zeitungsartikel zu dieser Gruppe finden Sie hier:

Sport für psychisch erkrankte Menschen - Angebot im TKW Nienburg

In diesem Jahr zum letzten mal wird am 19.12.2017 dienstags in der Zeit zwischen 17:15 - 18:30 Uhr ein lockeres Bewegungsangebot für Menschen mit Depressionen und Ängsten angeboten. Im Neuen Jahr geht es ab dem 09. Januar 2018 weiter...

Ort: TKW "Kleine Halle", Hannoversche Straße 75, 31582 Nienburg

Kontakt: Herr Ohlrogge, Beratung Fachdienst Psychosoziale Aufgaben Landkreis Nienburg, Tel.: 05761 - 922604, E-Mail: holger.ohlrogge@kreis-ni.de, www.lk-nienburg.de

Selbsthilfegruppe für Medikamenten- und/oder Drogenabhängige (Narcotics Anonymous)

Seit Mitte September trifft sich die neu gegründete Selbsthilfegruppe der Narcotics Anonymous. Die Treffen finden jeden Donnerstag im Gemeindehaus St. Michael (Untergeschoss) von 19:15 bis 21:00 Uhr statt.

Kontakt über NA-NienburgWeser@gmx.de oder Tel.-Nr. 05021- 8894911.

 

 

 

Trialogische Gespräche in Nienburg

Seit Februar 2016  findet von 18.30 bis 20.30  in Nienburg der "Trialog" statt.
Immer in den graden Monaten trifft sich der vom Paritätischen Nienburg initiierte Gesprächskreis im Kräher Weg 2 (Deterding Gebäude, rückwärtiger Eingang), Nienburg - in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, 2. OG.

Eine psychische Krise oder Erkrankung wird von allen Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen. Der Nienburger "Trialog" ist für Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und beruflich Helfende eine Möglichkeit, ihre "bunten" Erfahrungen auszutauschen und einander verstehen zu lernen

Das Treffen ist an jedem 2. Dienstag in den geraden Monaten um 18.30 Uhr.

Letzer Termin in diesem Jahr:

11. Dezember 2018 Thema: "Was hilft in einer psychischen Krisensituation?"

Weitere Informationen über den Paritätischen Wohlfahrtsverband Nienburg, Antje Lohmann, Tel.: 05021 / 915 98 20